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Aufsparrendämmung oder Zwischensparrendämmung

Aufsparrendämmung oder Zwischensparrendämmung entscheidet sich am vorhandenen Dachaufbau und am geplanten Eingriff. Beide Varianten brauchen abgestimmten Feuchteschutz und luftdichte Anschlüsse; der Dämmstoff allein macht noch keinen funktionsfähigen Aufbau.

Von außen arbeiten: Dämmung oberhalb der Sparren

Bei der Aufsparrendämmung wird oberhalb des Tragwerks eine Dämmebene aufgebaut. Das passt besonders zur Planung einer ohnehin vorgesehenen Neueindeckung, weil die Dachfläche dafür geöffnet wird. Die außenliegende Ebene kann Wärmebrücken durch die Sparren vermindern. Befestigung, Windlasten und die Verbindung mit dem übrigen Dachaufbau müssen dennoch fachlich geplant werden.

Ein höherer Dachaufbau verändert Details an Traufe, Ortgang, Dachfenstern und Schornstein. Diese Anschlüsse sind Bestandteil der Maßnahme. Das Raumvolumen unter den Sparren bleibt grundsätzlich erhalten, aber Innenarbeiten können an betroffenen Anschlüssen trotzdem erforderlich werden.

Von innen arbeiten: Dämmung zwischen den Sparren

Bei einer Zwischensparrendämmung begrenzt die vorhandene Sparrentiefe zunächst den verfügbaren Raum. Der Zustand der außenliegenden Bahnen und deren bauphysikalische Funktion müssen bekannt sein. Ohne diese Kenntnis lässt sich nicht sicher entscheiden, wie ein neuer Innenaufbau aussehen darf.

Die Sparren bleiben Teil des Wärmewegs. Eine ergänzende Dämmebene kann deshalb geprüft werden. Auf der Raumseite sind die Luftdichtheitsebene und deren Anschlüsse an Wände, Durchdringungen und Fenster sorgfältig auszuführen. Eine undichte Verbindung kann feuchte Raumluft in den Aufbau gelangen lassen.

Vier Fragen für die Variantenentscheidung

  1. Wird die Deckung ohnehin erneuert oder soll sie erhalten bleiben?
  2. Welche Schichten liegen bereits über und unter den Sparren?
  3. Ist der Dachraum beheizt, ausgebaut oder künftig anders genutzt?
  4. Wie lassen sich Dachfenster, Traufe und angrenzende Bauteile anschließen?

Die KfW erläutert Dämmvarianten am Dach. Für die konkrete Konstruktion braucht es eine abgestimmte Planung; eine allgemeine Dämmstoffempfehlung ersetzt diese nicht.

Eine Gegenüberstellung der Angebotspositionen bei der Dachsanierung zeigt anschließend, ob Zugang, Rückbau und Anschlussarbeiten in beiden Varianten gleich berücksichtigt wurden.